Apps für Deutschland: Wer hat noch Daten und Ideen?
Vor einem Monat eröffnete Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich auf der Messe Moderner Staat in Berlin mit "Apps für Deutschland" den ersten nationalen Programmierwettbewerb auf Basis offener Verwaltungsdaten, sogenannter Open Data. Die Organisatoren des Wettbewerbs – Government 2.0 Netzwerk Deutschland e. V., Open Data Network e. V. und Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. – ziehen eine erste positive Bilanz: Der Wettbewerb stößt sowohl bei Behörden als auch in der Netzgemeinde auf reges Interesse. Bislang wurden rund 70 Datensätze, fast 50 Ideen und bereits 20 Applikationen eingereicht.
Am 15. Dezember 2011 ist Einsendeschluss für Daten und Ideen. "Behörden, die neue Daten veröffentlichen wollen, sind aufgefordert, Datensätze bereitzustellen. Jeder, der eine gute Idee hat, wie solche öffentlichen Daten sinnvoll und zum Nutzen der Bevölkerung weiterverarbeitet werden, soll sich bei uns melden und mitmachen," so Stefan Gehrke, Vorsitzender des Open Data Network. Jean-Pierre Winter, Government 2.0 Netzwerk: "Mitmachen lohnt sich: Die besten drei Ideen werden mit insgesamt 3.500 Euro ausgezeichnet. Auch für die drei besten Datensätze werden Preise vergeben."
Entwickler und Programmierer können sich noch etwas Zeit lassen: Für funktionsfähige Anwendungen und Visualisierungen, die Daten des öffentlichen Sektors weiterverarbeiten, ist am 1. Februar 2012 Einsendeschluss. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, Schirmherr des Wettbewerbes, wird die besten Ideen, Daten und Anwendungen im Rahmen der Messe CeBIT Anfang März 2012 prämieren.
Das Organisatorenteam begrüßt insbesondere die Bereitstellung zahlreicher neuer, spannender und informativer Daten, die Behörden im Rahmen des Wettbewerbs bislang veröffentlicht haben: Auf hat u. a. das Bundesamt für Strahlenschutz Messwerte zur allgemeinen Auswertung ins Netz gestellt. Das Messnetz für Gamma-Strahlungsleistung des Bundesamts für Strahlenschutz war nach der Katastrophe in Japan vermehrt ins öffentliche Interesse gerückt. Datenbanken wie die Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und die Gefahrgutdatenbank der Bundesanstalt für Materialforschung liefern einen Beitrag zur besseren Information der Bevölkerung.
Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter: .
Autor(en): iV-Redaktion