Stadt Dortmund: Mehr Aktivitäten gegen Rechtsextremismus
01.02.2012 -
Die Stadt Dortmund geht verstärkt gegen Rechtsextremismus vor. Jetzt hat die zweite "Task Force" im Stadtteil Dorstfeld ihre Arbeit aufgenommen. Zwei Ordnungspartner sind täglich unterwegs, um das Sicherheitsgefühl zu stärken und als Ansprechpartner für die Bürger zur Verfügung zu stehen. Auch die Polizei will ihre Präsenz erhöhen. Alle Projekte und Initiativen gegen Rechtsextremismus listet die Stadt in einer neuen Broschüre auf. Unter dem Titel "Dortmund - Aktiv gegen Rechtsextremismus" werden die wichtigsten städtischen und zivilgesellschaftlichen Akteure, Einrichtungen und Projekte gegen Rechtsextremismus mit ihren Kontaktdaten vorgestellt sowie Termine genannt.
Ullrich Sierau (4. v. l.) macht sich gemeinsam mit Claudia Luzar, Birgit Miemitz, Hartmut Anders-Hoepgen, Oliver Hesse und Oliver Wilkes stark gegen Rechtsextremismus
Bild: Dortmund-Agentur/Stefanie Kleemann
Vorbereitet wird zurzeit der stadtweite Runde Tisch zum Thema "Rechtsextremismus", den Sierau noch im letzten Jahr angekündigt hatte. An ihm sollen Vertreterinnen und Vertreter aller wichtigen gesellschaftlichen Kräfte in Dortmund Platz nehmen, um gemeinsam im Kampf gegen Rechts Strategien zu entwickeln und Maßnahmen zu beraten. Sierau: "Ich gehe davon aus, dass die erste Sitzung noch in diesem Quartal stattfinden kann. Unser Sonderbeauftragter Hartmut Anders-Hoepgen wird den Runden Tisch moderieren, ich selbst werde dem Kreis vorsitzen."
Seit Mitte 2011 nimmt die Stadt Dortmund an dem Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" teil, welches sowohl die Förderung der Bürgergesellschaft in Bezug auf Toleranz und Demokratie vorsieht, als auch gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ausgerichtet ist. Mit den Fördermitteln in Höhe von 230.000 Euro (inklusive externer Projektbegleitung) für die Jahre 2011 bis 2013 werden zivilgesellschaftliche Projekte finanziell unterstützt. Allein für das laufende Jahr stehen 90.000 Euro zur Verfügung. Oliver Wilkes begleitet die Projektträger und arbeitet in vielen Bereichen eng mit der Koordinierungsstelle zusammen.
Ein sehr gelungenes Projekt, das durch das Bundesprogramm gefördert wurde, hat der Sportverein DJK Fortuna Karlsglück Eintracht Dorstfeld 1920/27 e.V. geliefert. Unter Beteiligung der aktiven und passiven Mitglieder wurde im Verein ein Maßnahmenpaket für Integration und Vielfalt entwickelt. Unter anderem wird an den Spieltagen auf Trikots und Bannern mit dem Slogan "Integration bewegt" geworben.
Autor(en): iV-Redaktion
» Demographischer Wandel: Chance für nachhaltige Strukturentwicklung in Kommunen
Das Symposium der komba gewerkschaft und Bertelsmann Stiftung "Demographie - Sackgasse oder Beschleunigungsspur? Kommunale Herausforderungen der Zukunft" in Berlin zeigte, dass den sich verändernden Gesellschaftsstrukturen nur mit einem grundlegenden Umdenken bei allen Akteuren und in allen Bereichen entgegen zu treten ist - aber genauso, dass gerade darin viel Potential für eine nachhaltige Weiterentwicklung der kommunalen Selbstverantwortung liegt.
» mehr...