Baden-Württemberg: Innovationsnetzwerk INEZ gegründet
08.02.2012 -
Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Thema von großer Bedeutung. Deswegen haben sich in Baden-Württemberg unter Federführung des Verbands für Energie- und Wasserwirtschaft (VfEW), Unternehmen der Energiewirtschaft, Industrie, Forschung und Politik zusammengetan und das Innovationsnetzwerk INEZ entwickelt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll die Energiewende gelingen und die bundes- und landesweite Energieinfrastruktur zu großen Teilen umgebaut sein. Das ist ein knapp kalkulierter Zeitplan, der aber durchaus zu bewältigen ist, wenn die Energiekompetenz in Baden-Württemberg und in Deutschland sich regelmäßig austauscht und partnerschaftlich nach dem Prinzip "Open Innovation" zusammenarbeitet.
VfEW-Präsident Rudolf Kastner: "Über die internetbasierte Plattform INEZ kann die Kommunikation beschleunigt und können zügige Symbiosen zwischen den einzelnen Bereichen geschaffen werden." Das sind zwei Grundvoraussetzungen dafür, dass die Umsetzung der Energiewende in Zukunft schneller voran getrieben werden kann. Bereits zum Start von INEZ sind 13 ehrgeizige und zukunftsweisende Projekte online abrufbar. So entsteht eine Kommunikationsplattform, die gleichermaßen Experten, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger anspricht.
Für eine nachhaltige Energieversorgung startet INEZ bereits mit unterschiedlichen Gemeinschaftsprojekten, deren Leitmotive Umweltfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit, Verbraucherfreundlichkeit und Versorgungssicherheit sind. So erforscht das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das Potential der Brennstoffzellen für verschiedene Anwendungen. In Zukunft könnten Brennstoffzellen sauberen Strom produzieren – das KIT möchte dazu beitragen, die Kosten der Batterien zu senken und ihre Lebensdauer zu steigern.
Auch die Modernisierung der Netze ist Gegenstand eines Projekts. Gemeinsam mit SAP Walldorf und Systemplan Durmersheim initiiert die EnBW AG das Projekt "MeRegio", das in zwei Modellregionen dezentrale Energieerzeuger, Verbraucher und Stromspeicher über Datenleitungen vernetzt und damit die Stromerzeugung der Zukunft erprobt. Das Ziel: Durch intelligente Zusammenarbeit soll die steigende Zahl dezentraler, erneuerbarer Energiequellen grundlastfähig gemacht und ins Netz integriert werden. Weitere Informationen unter .
Autor(en): iV-Redaktion