Stadt Köln: Interne Kommunikation ohne Handicap
15.02.2012 -
Die Stadt Köln ist jetzt für ihr Engagement bei der Entwicklung barrierefreier IntraNet-Seiten mit einem "Leuchtturm" ausgezeichnet worden. Initiator der Auszeichnung "Leuchtturm" ist die Projektinitative BIK@work der deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbände DBSV und DVBS sowie der DIAS GmbH. BIK heißt "barrierefreies informieren und kommunizieren" und unterstützt Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen bei Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheit im Internet. Das betrifft einerseits die Gestaltung der Internetseiten selbst, z. B. mit Lupen- und Vorlesefunktionen, andererseits die Ausstattung des PC-Arbeitsplatzes, so dass Menschen mit unterschiedlichster Behinderung dennoch einen leichten Zugang zu Informationen finden.
Stadtdirektor Guido Kahlen freut sich über die Anerkennung des städtischen Engagements für mehr Barrierefreiheit in der Verwaltung: "Ein barrierefreies IntraNet ist kein Selbstzweck. Nicht nur sehbehinderte städtische Mitarbeiter haben etwas davon, auch alle übrigen Beschäftigten. Je nutzerfreundlicher ein verwaltungsinternes Web ist, umso einfacher und schneller kann eine Verwaltung bei Zugriff auf dieses Instrument arbeiten."
Bereits im Jahr 2002 schloss die Kölner Stadtverwaltung eine Integrationsvereinbarung
mit dem Gesamtpersonalrat und der Gesamtvertrauensperson schwerbehinderter Menschen ab. Das Ziel war es, die berufliche Integration behinderter Beschäftigter zu fördern. Das betraf auch das stadteigene IntraNet, das von rund 13.000 Mitarbeitern genutzt wird. Unter dem Motto "eine Version für alle" entwickelte das Amt für Informationsverarbeitung zunächst eine Textversion, die es blinden und sehbehinderten
Beschäftigten ermöglichte, Informationen abzurufen. 2009 begann dann die nächste Stufe der barrierefreien Gestaltung des städtischen IntraNets. Im März 2009 schloss die Stadtverwaltung mit BIK@work dazu einen Kooperationsvertrag zur Beratung und Unterstützung ab.
Die von der Stadtverwaltung selbst programmierten Webanwendungen für das IntraNet
durchlaufen regelmäßig bestimmte Tests auf Barrierefreiheit und werden entsprechend
angepasst. Werden Anwendungsentwicklungen an externe Dienstleister vergeben, stehen die Anforderungen an die Barrierefreiheit im Ausschreibungskatalog. Das hausinterne Schulungszentrum bietet außerdem Kurse für die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente an. Nicht zuletzt werden sämtliche Formulare nach den Regeln der Barrierefreiheit erstellt.
Autor(en): iV-Redaktion