BMELV: Beste Bioenergie-Dörfer gesucht
20.02.2012 -
Orte und Gemeinden, die mindestens die Hälfte ihres Energiebedarfs aus regionaler Biomasse erzeugen, können sich bis zum 1. Juni um den Titel "Bioenergiedorf 2012" bewerben. Wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bekannt gab, werden die drei besten Ideen zur Erzeugung und Nutzung von Bioenergie im ländlichen Raum mit jeweils 10.000 Euro prämiert.
Die Idee, den Großteil der benötigten Energie auf den eigenen Feldern zu erzeugen, macht in Deutschland Schule: Seit 2010 erstmals die drei Bioenergiedörfer Effelter in Bayern, Feldheim in Brandenburg und Jühnde-Barlissen in Niedersachsen ausgezeichnet wurden, haben sich viele weitere Kommunen auf den Weg zum Bioenergiedorf begeben. Von Ende 2010 bis heute stieg die Zahl solcher Dörfer nach Angaben der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) von 100 auf über 250. Als erstem Ort gelang es im Jahr 2005 Jühnde, seinen Energiebedarf mit heimischer Biomasse selbst zu erzeugen.
Die Jury achtet bei den Bewerbungen vor allem darauf, wie hoch der Versorgungsgrad bei Strom und Wärme mit Bioenergie ist und ob die Projekte effizient, nachhaltig und innovativ sind. Außerdem spielen die regionale Wertschöpfung, die Beteiligung der Bevölkerung und die Frage, inwieweit die Bioenergiedörfer als Multiplikatoren auftreten, eine wichtige Rolle. Der Wettbewerb "Bioenergiedörfer 2012" ist Teil des Aktionsprogramms "Energie für morgen – Chancen für ländliche Räume". Mit diesem Programm zielt das Bundeslandwirtschaftsminsterium auf die Weiterentwicklung der Bioenergieproduktion und -nutzung im ländlichen Raum ab. Nähere Informationen und Bewerbungsunterlagen:
Autor(en): iV-Redaktion