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THEMA - Verwaltung innovativ

Landeshauptstadt Hannover: Intelligente Ampelsteuerung ermöglicht besseren Verkehrsfluss

Die Landeshauptstadt Hannover setzt bei der Optimierung der Ampelanlagen auf wichtigen Straßenzügen künftig auf eine intelligente Verkehrssteuerung. Dieses Verfahren bedient sich der sogenannten "dynamischen Pulkerfassung", bei der das Fahrzeugaufkommen stets aktuell erfasst wird und die Ampeln entsprechend geschaltet werden, um einen möglichst guten Verkehrsfluss zu erzielen. Zwei aktuelle Untersuchungen auf stark befahrenen Straßenzügen haben ergeben, dass mit diesem Verfahren die Emissionen von Stickstoffdioxiden (NO2) reduziert werden können.

"Mit dieser neuen Technik können wir für einen wesentlich flüssigeren Straßenverkehr sorgen, ohne den ÖPNV sowie Fußgänger und Radfahrer zu beeinträchtigen", sagte Oberbürgermeister Stephan Weil. Die Zahl der Halte für Fahrzeuge reduziert sich um bis zu 25 %. Gleichzeitig sind die Wartezeiten für Benutzer der Geh- und Radwege sowie für den öffentlichen Personennahverkehr geringer als bei der Grünen Welle. "Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Verbesserungen für das Ziel der Luftreinhaltung bei dieser dynamischen Verkehrssteuerung deutlich höher sind als bei einer starren Grünen Welle", betonte Weil.

Untersucht wurden dafür in verschiedenen Straßenzügen jeweils zwei Planfälle, die in ihren Auswirkungen der heute vorhandenen Schaltung der Ampelanlagen gegenübergestellt wurden. In einem Planfall wurde eine starre grüne Welle ohne Berücksichtigung der Vorrangschaltung für den öffentlichen Personennahverkehr untersucht. Im alternativen Planfall wurde ein Verfahren mit "dynamischer Pulksteuerung" entwickelt, bei dem die tatsächlich auftretenden Pulks von mindestens vier Kraftfahrzeugen mittels Induktionsschleifen in der Fahrbahn konkret erfasst und in der Signalsteuerung berücksichtigt werden. Bei der Grünen Welle werden dagegen immer feste Zeitbereiche für die Durchfahrt von Kraftfahrzeugen freigehalten; unabhängig davon, ob viele, wenige oder auch gar keine Kraftfahrzeuge vorhanden sind.

Das Verfahren für die intelligente Verkehrssteuerung mit Pulkerfassung wurde unter der Vorgabe entwickelt, die Vorrangschaltung für den öffentlichen Personennahverkehr aufrecht zu erhalten. Auch waren die Belange der Fußgänger und Radfahrer ausreichend zu berücksichtigen. Die beiden Streckenzüge wurden ausgewählt, weil dort auf längeren Abschnitten Grenzwerte für NO2 in Höhe von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten werden. Anschließend sollen darüber hinaus auch alle Ampelanlagen auf denjenigen Straßenzügen überprüft und optimiert werden, auf denen nach neuesten Erkenntnissen ebenfalls eine über dem Grenzwert liegende Belastung von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter ermittelt wurde.

Autor(en): iV-Redaktion
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