start
THEMA - Wirtschaftlichkeit

Energieeffizienz: Innovatives Gesamtkonzept hilft sparen

Das Freizeitbad "Bambados" in Bamberg ist Europas erstes Hallenbad, das nach dem Passivhausstandard gebaut und 2011 in Betrieb genommen wurde. Strom und Wärme werden sinnvoll und effektiv genutzt und größtenteils mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region erzeugt. Im Vergleich zu einem konventionellen Schwimmbad benötigt das Bambados 60 % weniger Energie und verursacht 80 % weniger CO2-Emissionen. Zu verdanken ist das einerseits dem geschickten, innovativen Gesamtkonzept des Projekts und andererseits den mit Weitblick ausgewählten Bau- und Dämmstoffen, die im Vorfeld zur Qualifikation einen hohen Wirkungsgrad nachzuweisen hatten. Erstellt durch das pbr Planungsbüro Rohling AG aus Osnabrück wurden eine Vielzahl von passiven Energiemaßnahmen fachgerecht eingesetzt. Die Planung beruht dabei im Wesentlichen auf drei Säulen: Zum einen zeichnet sich der Gebäudekomplex durch eine kompakte, kieselförmige Bauform aus; zum anderen ist die Außenhülle luftdicht und auch in den Tiefgeschossen mit einer bis zu 40 Zentimeter dicken Dämmschicht umgeben. Zweiter Aspekt des Passivhauskonzepts ist die Beheizung des Bads durch ein mit Holzhackschnitzeln betriebenes Blockheizkraftwerk. Das Holz dafür stammt aus dem Wasserschutzgebiet der Stadtwerke Bamberg. Den dritten Baustein bildet die eigens für das Bambados entwickelte und patentierte Gebäude- und Wasseraufbereitungstechnik. So tragen z. B. Hubböden in den Schwimmbecken zu einer geringeren Wasserverdunstung und eine abgestimmte Gebäudeautomation zum optimalen Betrieb der Anlagen bei. Zum erweiterten Kreis der ökologischen Maßnahmen gehörten neben einer Bürgersolaranlage auf dem Dach der Grund- und Trinkwasserschutz, die Pflege eines angrenzenden Biotops und die Wiederaufforstung der im Vorfeld entfernten Bäume. Schon im Jahr 2010 erhielt das Bambados-Konzept einen Preis im Wettbewerb "Gebäude der Zukunft − Bauen mit Energie" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Planung und Bau des Bads wurden vom Passivhaus-Institut in Darmstadt begleitet und zertifiziert. Zurzeit werden im zweijährigen Monitoring in Zusammenarbeit mit dem Institut in Darmstadt die Funktionsweise sowie die berechneten Parameter im Betrieb überprüft und weiter optimiert. „Der Betrieb des Bambados kostet im Mittel über die nächsten 25 Jahre nicht mehr, als der Weiterbetrieb des alten Hallenbads am Margaretendamm gekostet hätte“, weiß der Geschäftsführer des Bads, Uwe Weier. Und das bei einem wesentlich erweiterten Leistungsangebot. So hat das neue Schwimmbad z. B. insgesamt sechs Becken mit einer Wasserfläche von über 1.800 Quadratmetern, um die Wünsche von Jung und Alt mit innovativer Technik und einem breiten, modernen Angebot zufrieden zu stellen. Das knapp 32 Mio. teuere Bad leistet zudem einen nachhaltigen und zukunftsweisenden Umweltbeitrag für Bamberg und die Region.

Autor(en): iV-Redaktion
WEITERE NACHRICHTEN
» Gutachten: Kommunale Finanzkraft vollständig im Finanzausgleich berücksichtigen
Die kommunale Finanzkraft ist vollständig in den Länderfinanzausgleich einzubeziehen, zu diesem Ergebnis kommen die Gutachten von Prof. Dr. Joachim Wieland und von Professor Dr. Thomas Lenk im Auftrag der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Bisher wird die kommunale Finanzkraft lediglich zu 64 Prozent im Länderfinanzausgleich angerechnet. Diese Regelung führt dazu, dass die Finanzkraftunterschiede zwischen den Ländern nur unvollständig dargestellt und ausgeglichen werden. Während finanzstarke Länder "ärmer gerechnet" werden, als es ihrer tatsächlichen Finanzkraft entspricht, stehen finanzschwache Länder "reicher" da. Die sich daraus ergebenden Verzerrungen im Ausgleichssystem sind erheblich. » mehr...
» NRW: Verfassungsgerichtshof bestätigt Stärkungspakt für finanzschwache Kommunen
Der Verfassungsgerichtshof NRW hat die Verteilung der gewährten Konsolidierungshilfen an Kommunen auf Grundlage des Stärkungspaktgesetzes in besonders schwieriger Haushaltslage bestätigt. Innenminister Ralf Jäger begrüßte diese Entscheidung: "Sie bringt allen Beteiligten die notwendige Planungssicherheit über die Höhe der Konsolidierungshilfen. Die finanzschwachen Stärkungspaktkommunen haben die schwierige Aufgabe, ihre Etats wieder ins Gleichgewicht zu bringen." » mehr...
» Bayern: „Kaltes“ Nahwärmenetz in der Gemeinde Dollnstein
Während vielerorts in Deutschland über die gescheiterte Energie- und Klimawende diskutiert wird, nimmt die Gemeinde Dollenstein in Oberbayern die Energiewende lieber selbst in die Hand. Seit dem Frühherbst 2014 besitzt die 3000-Seelen-Gemeinde Dollnstein ihr eigenes "kaltes" Nahwärmenetz und beabsichtigt damit ihren Energieaufwand zukünftig um rund 70 Prozent kürzen zu können - bei gleichzeitiger CO2-Einsparung von ebenfalls fast 70 Prozent. » mehr...
 
start
LOGIN FÜR ABONNENTEN
Benutzername
Passwort
 
start
NEWSLETTER
Newsletter Immer die aktuellen Infos über die Trends und Themen in den neuen Heften. Hier geht's zur kostenlosen Registrierung.

Ihre E-Mail-Adresse:   
start
LESEPROBE
e-magazine jetzt kostenlos! e-magazine jetzt kostenlos!

Lesen Sie jetzt die aktuelle Ausgabe innovative VERWALTUNG als kostenloses e-magazine mit zusätzlichen Features!
start
KOOPERATIONEN
cebitKGST

zukunftskongress

dbbakademiewegweiser

statistaKBW

cologne



cebit
start
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Gabler Wirtschaftslexikon Online: Lexikon und Definition für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht und SteuernDas Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen

 
RSS Home Springer Gabler Mediadaten Datenschutz Impressum Kontakt

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2015